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Jedes Aufribbeln kann ein neuer Anfang sein…

Manchmal ist es ein Loch im Pulli. Oder ein Fleck, der nicht mehr raus geht. Oder er passt nicht mehr. Zur Größe oder zum Geschmack. Trotzdem kannst Du Dich nicht trennen? Weil die Wolle so schön ist! Oder es erinnert Dich einfach an schöne oder besondere Momente?

Wie wäre es, wenn Du einfach etwas Neues daraus machst?

In meinem Fall habe ich es mal mit Bommeln und Quasten versucht. Dafür braucht es auch gar nicht viel Wolle und auch keinen Endlosfaden. Vielleicht hast Du auch noch Wollreste, die Du gerne noch sinnvoll verwenden möchtest?

 

Außer Garn brauchst Du noch:

  • reißfesten Faden
  • Nadel
  • Schere und/oder Nagelschere
  • Gabel (klingt komisch, klappt aber super)
  • optional noch andere (weihnachtliche) „Zutaten“ für eine Girlande oder Anhänger

Ein Tipp: schau, ob das Maschenbild noch klar ist und das die Maschen nicht schon leicht verfilzt sind. Falls ja, wird das Aufribbeln sonst nicht so gut funktionieren.

 

 

Ich habe eine Babymütze und einen Pulli aus 100% Baumwolle auseinandergeschnitten und dann die Maschen aufgeribbelt.

Wenn Du an den Seitennähten entlang schneidest, geht das Aufribbeln besonders einfach, Dein Garn ist dann aber auch endlich, da es immer an der Schnittkante endet.

Tipp: bei dünnem Garn kannst Du auch mehrere Garnstränge auf einmal aufribbeln. Das geht noch besser, wenn Du sie jeweils mit kurzem Abstand zueinander aufribbelst (siehe Video).

Das krause Garn glätten

Nach dem Aufribbeln hat die Wolle eine starke „Krause“. Je nach Material kann das Garn mithilfe eines warmen Wasserbades geglättet werden. Bei reiner Wolle funktioniert das am besten, bei Baumwolle (wie in meinem Fall) glätten sich die Wellen nur leicht. Für das Wasserbad habe ich einen losen Knoten in jeden Garnstrang gemacht und dann im Schleudergang in der Maschine trockengeschleudert und zum Trocknen aufgehangen. (bei reiner Wolle bitte vorsichtig sein mit dem Schleudern.) Den Bommeln sieht man die leichten Wellen am Ende gar nicht mehr an. Den Quasten steht das sogar ganz gut finde ich. 


Bommeln

Nach dem Trocknen oder direkt nach dem Aufribbeln geht’s los mit dem Wickeln. Nimm Dir einen Strang Deiner Wolle und wickle ihn um eine Gabel. Die Größe der späteren Bommel kannst Du schon durch die Menge des Garns, die Du um die Gabel wickelst, beeinflussen. Zu Veranschaulichung hier mal je ein Vorher und Nachher Bild mit unterschiedlich dick umwickelten Gabeln.

 

Wenn Du genug gewickelt hast, nimmst Du einen reißfesten Faden und machst einen Knoten in der Mitte des Strangs also in der Mitte der Gabelzinken. Ich habe festgestellt, dass ein normaler Knoten die Stränge nicht so gut zusammenhält und die Bommel danach leicht auseinanderfällt, die einzelnen Fäden also leicht herausziehbar sind. Deshalb habe ich den Strang mit Nadel und einem reißfesten Faden umwickelt und dabei auch mal in die Mitte des Strangs gestochen um die Fäden alle möglichst eng aneinander zu ziehen. Das hat viel besser funktioniert. In dem Video siehst Du, wie es geht.

 

 

Dann nur noch die Schlingen aufschneiden und fertig ist die Bommel!

Nun kannst Du sie ganz nach Deinen Wünschen mit anderem weihnachtlichem Dekomaterial zu Girlanden oder Weihnachtsbaumanhängern kombinieren.

 

 

 

 


Quasten

Was Du auch ganz einfach aus Garnresten herstellen kannst, sind Quasten. Dafür nimmst Du Fäden, die doppelt so lang und als Strang halb so voluminös sind, wie Deine Quaste später werden soll und bindest den Strang in der Mitte ab. Danach fasst Du alle Fäden zusammen und umwickelst den Strang mit einem Faden Deiner Wahl ca. 1-3 cm unter dem Knoten. Zum Schluss die Fäden mit der Schere noch auf eine einheitliche Länge begradigen und wenn Du die Fäden, die Du zum Abbinden und Umwickeln verwendest, lang genug lässt, kannst Du damit gleich noch andere „Zutaten“ auffädeln. Fertig!

»Ich persönlich liebe natürliche Materialien und ich finde, dass getrocknete Orangenscheiben eine tolle, frische Weihnachtsdeko sind.«

 

Getrocknete Orangenscheiben sind ein bisschen so, als ob man sich die Sonne in den Winter und zu sich nach Hause in die Wohnung gerettet hat. Die Herstellung selbst gemachter getrockneter Orangenscheiben ist übrigens ganz einfach:

Einfach die Orange in dünne Scheiben schneiden, den Saft abtupfen und für ein paar Tage auf eine warme Heizung legen. Die Orangenscheiben sind dann innerhalb weniger Tage getrocknet.

Ich finde, so ein Weihnachtsstrauß macht schon nur mit den Bommel- und Quastenornamenten so richtig was her und sie sind auch ein tolles nachhaltiges Weihnachtsgeschenk. Denn im Zweifel können alle Materialen entweder für andere Zwecke wiederverwendet – oder- gegessen bzw. zum Kochen und Backen verwendet werden!

Außerdem können die Bommeln und Quasten natürlich auch ganz ohne weihnachtliche Zutaten zu Dekoelementen und Girlanden gefädelt werden, ganz besonders für Kinderzimmer!


Hast du Lust, gleich zu starten?

Ich und meine Kolleginnen von People Wear Organic freuen uns über jede Bommel und Quaste, die du nach bastelst. Vielleicht magst du uns ja ein Foto deiner ganz eigenen Interpretation schicken. Am liebsten per E-Mail, einer DM bei Instagram oder auch gerne über Facebook.